Same procedure as every year – so lautet es jedes Jahr an Sylvester, wenn Miss Sophie ihre Geburtstagsparty schmeißt. Der gleiche Ausspruch ist aber auch ab Ende November zutreffend, wenn ein weiteres alljährliches Ereignis zum Beginn der Adventszeit eintritt: Die Suche nach dem richtigen Weihnachtsbaum.
Indiana Jones mag den Heiligen Gral gesucht und gefunden haben, aber das ist gar nichts gegen die Jagd nach dem perfekten Weihnachtsbaum. Wie viele Menschen sind schon daran verzweifelt, die richtige Tanne zu finden, mit dichtem, gleichmäßigem Wuchs, weichen Nadeln und was ein Baum sonst noch so braucht? Nun, eine Antwort bzw. konkrete Zahl hab ich jetzt natürlich nicht, es war ja nur eine rhetorische Frage. Aber Fakt ist, dass der Christbaum mehr als nur gewöhnliche Weihnachtsdekoration ist. Und durch die Vielzahl an Christbaumhändlern ist – denke ich – ganz gut dokumentiert, dass mit der Tradition des Baumes nicht so leicht gebrochen wird, obwohl er doch nur für wenige Tage aufgestellt wird. Kaum jemand dürfte ihn wohl länger als Hlg. Drei König stehen lassen und zumindest bei den Leuten, die ich kenne, wird er auch erst geschmückt am Tag vor Heiligabend aufgestellt.
Vielleicht ist das auch der Grund, warum der Weihnachtsbaum so perfekt sein soll. Wenn er sowieso nur ein paar Tage geschmückt im Zimmer steht, dann soll er nicht wie kurz vorm Baumtod aussehen. Das macht die Jagd auch so spannend und erfüllend, wenn man auf irgendeinem abgetrennten Teil eines eiskalten Parkplatzes einer Supermarktkette steht und DEN Baum eingenetzt bekommt. Wer Kinder hat, sieht schon die freudige Erwartung in den Gesichtern, die Frage, wie der Baum wohl geschmückt aussehen wird und welche Geschenke sich darunter finden werden. Alleine für diese Blicke ist es wert, bei unzähligen Händlern diesen einen Weihnachtsbaum zu suchen und zu finden
Bild: Väsk| CC-BY-SA 3.0
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